How-To SEDU v3

SEDU-Board v3 – mehr als Ambient Light

Die Fertigstellung einer längeren Entwicklung zum neuen SEDU-Board nähert sich dem Ende. Dementsprechend ist es Zeit für eine erste Vorstellung hier im Blog. Um es gleich vorweg zu nehmen: das SEDU Lights 2.0 wird auf absehbare Zeit mit der Spezialisierung auf das Ambient Light mittels WS2801-Pixel auch weiterhin verfügbar sein.

SEDU v3 LED Matrix Controller

Mit dem neuen SEDUv3 sollten sich wesentlich mehr Möglichkeiten ergeben. Es soll weiterhin für Ambient Light nutzbar sein. Allerdings gibt es viele Wünsche wie z.B. die Ansteuerung der kostengünstigen WS2812-Flexbänder oder auch der ICs von MySemi mit 16-Bit Farbtiefe MY9221. Hier mal eine Übersicht, was an Protokollen verfügbar ist:

AusgabeProto

Das SEDU kann also Daten per USB oder WLAN entgegen nehmen und auch von SD-Karte abspielen. Somit kann das Board auch ohne PC Programme wiedergeben. Per WLAN kommen Daten per Artnet oder tpm2.net-Protokoll. Über USB kommen die klassischen miniDMX-Daten oder auch tpm2-Daten. Diese werden auf verschiedene Pixel-Protokolle umgesetzt:

EingabeProto

Es lassen sich bis ca. 3000 Pixel WS2801 ansteuern oder 1024 Pixel WS2811/12. Bei letzterem ist das wirklich die Grenze, da einerseits der Bus nur mit 800kHz läuft und andererseits nicht mehr Speicher verfügbar ist. Einstellbar sind dabei auch die Helligkeit und eine Gamma-Korrektur. Aktuell kann die Firmware folgende Varianten von Umsetzungen:

  • miniDMX -> WS2801 / WS2811 / MY9221
  • tpm2 -> WS2801 / WS2811 / MY9221
  • Artnet / tmp2.net -> WS2801 / WS2811
  • Artnet -> 2x DMX-Port (2 Universen)
  • SD-Karte -> WS2801 / WS2811

Das sind schon zahlreiche Varianten. Um diese verfügbar zu haben, kann man per Drehschalter bis zu 8 Varianten einstellen. Da die Anzahl der Varianten die Schalterstellungen übersteigt, müssen diese ggf. zugewiesen werden. Dafür gibt es eine Settings-Einstellung, die dann per tpm2-Protokoll geschickt werden. Ein Config-Tool sorgt für eine bequemere Einstellung.

Die Firmware verfügt über einen Bootloader. Damit lassen sich Firmware-Updates bequem einspielen. Hier die Komponenten des SEDU-Boards v3:

  • ATXmega256A3U-Prozessor 32 MHz, 16 kB RAM, integrierter USB-Port
  • CC3000 WLAN-Modul TI (optional)
  • 2x RS485 Schnittstelle
  • Micro-SD-Karte
  • IR-Empfänger
  • Taster
  • Programm-Wahlschalter
  • 2x LED
  • Aluminium-Gehäuse

Das WLAN-Modul wird optional angeboten, da es preislich doch einiges ausmacht und nicht für alle Anwendungen benötigt wird. WLAN lässt sich per SmartConfig-Tool per App oder Java-Tool einrichten. Dort gibt man nur die Parameter mit und das Modul kann sich anschließend automatisch mit dem WLAN-Netz verbinden. Dazu kann man bis zu 7  Profile speichern (und auch wieder löschen).

SEDUv3-1k

Der IR-Empfänger dient in verschiedenen Programmen als eine Art Master, der das laufende Programm unterbricht und z.B. auf alle Pixel eine Farbe ausgeben oder die Helligkeit einstellen kann. Beim SD-Karten-Betrieb kann man damit die Datei wechseln (oder per Taster).

Die Hardware-Entwicklung ist komplett abgeschlossen, die Firmware hat auch schon einen sehr guten Stand. Die Verfügbarkeit wird im Shop dann rechtzeitig bekannt gegeben. Als kleiner Vorgeschmack zu den Möglichkeiten wurde ein erstes Video von einer LED-Matrix mit 60×17 Pixel (1020 Pixel) WS2812 erstellt. Die Matrix selbst wird noch gesondert vorgestellt.

12 Kommentare

  • Wird es denn auf absehbare Zeit eine Möglichkeit geben, dass ganze ohne PC laufen zu lassen?

    Also eine Box mit der Steuersoftware für die Pixel, 3 Eingängen und 1 Ausgang.

    Eingänge:
    HDMI
    Sat-TV
    Kabel-TV

    Ausgang:
    HDMI

    So könnte man das Signal direkt in die Box leiten und von dort weiter zum Fernseher. Programmwechsel dann über die Box.

    • Nein, so etwas wird es von uns nicht geben. Es ist technisch z.T. nicht realisierbar, da ja das HDMI-Signal auch verschlüsselt wird.

  • Kann die v3 die alten AV-Videosignale entgegennehmen, oder gibt es eine Möglichkeit das AV-Videosignal in ein für die v3 verwendbares Format umzuwandeln?
    Dann würd ich das ganze nämlich mit meinem HDMI-Splitter und HDMI2AV Konverter direkt vor dem Fernseher einbinden.

    • Ja, das geht, sollte eigentlich der Titel schon vermitteln. Das SEDUv3 kann in Verbindung mit boblight, Ambibox, Atmowin o.ä. Software dazu dienen.

  • In Windows 10 wird beim Sedu Board v3 im Gerätemanager nur eine maximale Baud-Rate von 128000 Bits/sec. angegeben.

    Laut der Beschreibung, soll die Baud-Rate aber auf 250000 Bits/sec gestellt werden.

    Ist dies unbedingt nötig und falls ja, wie kann man die Baud-Rate erhöhen?

    Der „SEDUV3“ Treiber ist installiert.

    • Beim SEDUv3 wird keine Baud-Rate mer manuell eingestellt, denn Windows und das SEDU handeln die maximal mögliche aus und stellen diese ein. Ich weiß jetzt nicht genau, um welchen Hinweis bzw. welche Software es geht, aber die 128000 werden sicher nicht ganz stimmen. Da muss man sich aber eigentlich auch Gedanken machen.

      • Die 128000 Baud werden im Windows Device-Manager als Maximum angezeigt.

        Ich möchte die Sedu-Box mit Ambibox ansteuern – was auch funktioniert, aber mit der Framerate bin ich nicht zufrieden – da gibt es bei meinen 197 LED’s einen großen Lag. (Im übrigen kann ich unter Troubleshooting keine einzelnen LED anzeigen lassen – mit Jinx geht das)

        Mit den 115200 Baud die ich in Device-Manager eingestellt habe, sollte ich niemals auf die mindestens gewünschten 25FPS kommen. Dafür sollte die Datenmenge zu groß sein…

        Wie kann man die maximale serielle Geschwindigkeit im Treiber ändern?

        • Also wie schon gesagt: im Gerätemanager stellt man nichts ein. Ambibox öffnet den COM-Port intern mit 250kBaud. Das ist fix, daran kann man nichts ändern. Das SEDU stellt sich drauf ein.
          Ambibox war eigentlich recht einfach zu konfigurieren. Als Protokoll wird miniDMX verwendet. Das SEDU muss darauf eingestellt sein (Drehschalte 3 für WS2812 im Standard). Aber 197 Pixel sind schon eine Hausnummer. Da bricht auch die Performance von Ambibox zusammen, denke ich.
          Geht es denn prinzipiell mit Ambibox oder bisher gar nicht? Ich würde ansonsten vorschlagen, erst mal mit einer verringerten Pixelzahl zu testen.

    • In der Doku ist beschrieben, wie man mit Jinx die Dateien erstellt. Es ist das tpm2.net Format, was benötigt wird. Die SD-Karte selbst muss SPI fähig sein. Wir haben verschiedene Kartne mit 2/4/8/16GB getestet ohne Probleme. Speziell größere Karten jenseits 32GB könnten aber eher zu Problemen führen, denn man benötigt auf der Karte das FAT-Dateisystem.

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